Litfin: Tod durch fremde Hand. Das erste Maueropfer in Berlin un

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Art.Nr.: 5684

Litfin: Tod durch fremde Hand.
Das erste Maueropfer in Berlin und die Geschichte einer Familie.

Am 27. August 1961 machte Jürgen Litfin sich morgens auf den Weg ins Gerichtsmedizinische Institut von Ost-Berlin. Am Abend vorher hatten er und seine Mutter in der „Abendschau" des Westfernsehens mit ungläubigem Entsetzen das Bild seines Bruders Günter gesehen. Der Sprecher der Abendschau Harald Karras vermeldete dazu, dass Günter Litfin am 24. August bei einem Fluchtversuch erschossen worden sei. Sie hatten Günter seit dem 24. August nicht mehr gesehen und waren ohne Nachricht von ihm. Dennoch mochte Jürgen Litfin es nicht glauben — bis ihm eine Angestellte des Gerichtsmedizinischen Instituts den amtlichen Totenschein übergab: „24. Aug. 1961, 16.15 Uhr: Tod durch fremde Hand. Hals- und Mundboden-Durchschuß, verbunden mit Ertrinken." Es war also wahr. Sein Bruder war bei einem Fluchtversuch im Humboldt-Hafen in Berlin-Mitte erschossen worden — er war das erste Opfer der elf Tage alten, noch provisorischen Mauer. Der gerade einmal einen Tag alte Schießbefehl hatte ein erstes junges Menschenleben gefordert.


kartoniert, 168 Seiten mit einigen schwarzweiß- Abbildungen, Format 13,5 x 20,5 cm, guter bis sehr guter Zustand

Verlag der Nation; 2006; Husum

Diesen Artikel haben wir am Freitag, 28. Mai 2010 in unseren Katalog aufgenommen.

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